Baustoffe sind vielfältig und oft technologisch komplex
Es gibt verschiedenste Baumaterialien, die gegenüber alternativen Stoffen Vor- und Nachteile aufweisen und sich daher nur für bestimmte Anwendungen eignen. Allerdings ist es schwierig, diese zu bewerten.
Das Geheimnis guter Baustoffe sind ihre Vielseitigkeit, Robustheit und Festigkeit, die je nach Material völlig unterschiedlich ausfallen können. Ein anderes Merkmal guter Baumaterialien ist die Verarbeitungsfähigkeit, denn die meisten Baumaßnahmen müssen individuell angepasst werden und brauchen Träger- und Deckmaterialien in verschiedenen Formen. Prinzipiell kann man bei einem Festigkeitsnachweis mehrere Aspekte von Baumaterialien überprüfen, die entscheidend sind für die Einsatzfähigkeit an verschiedenen Punkten einer Baumaßnahme. Wichtige und oft gegensätzliche Eigenschaften sind beispielsweise Härte und Elastizität, Biegefestigkeit und Druck- sowie Zugfestigkeit und Beanspruchungsfähigkeit bei schnell wechselnden Lastzuständen. Man kann an einem Träger oder beispielsweise einer Betonwand nur relativ wenige Tests durchführen, daher muss man Festigkeitszustände mit verschiedenen Formeln auf mehrere Ebenen übertragen, um die Beanspruchungsfähigkeit in alle Richtungen eines Baustoffes zu überprüfen. Allerdings hat man das mit verschiedensten Stoffen bereits technisch nachgewiesen, daher kann man nach der Auswahl eines Baustoffes für verschiedene Beanspruchungszustände Maximallasten einfach in Tabellen nachschlagen.
Diese Tabellen sind in den technischen Normen und Regelungen zu finden, die für den Hoch- und Tiefbau relevant sind. In diesen Normen findet man auch Berechnungsvorschriften und -Verfahren, die Festigkeitsnachweise beschreiben. Wenn man eine Baumaßnahme statisch auslegt, dann sollte man diese Normen befolgen, um auf der sicheren Seite zu liegen. Verschiedene Festigkeitsnachweise müssen sogar auf zwei unterschiedlichen und voneinander unabhängigen Wegen erfolgen, damit man einen verifizierbaren Nachweis erbringen kann. Dafür helfen Simulationen und analytische Verfahren, die ständig weiter entwickelt und so weit es möglich ist vereinfacht werden.
Auch in den Materialwissenschaften versucht man ständig neue Innovationen zu schaffen, welche die Bauindustrie stark bereichern können. Beispielsweise versucht man seit einiger Zeit, Kohlefaserverbindungen effektiv mit Betonplatten zu vereinen. Bisher verbindet man Beton nur mit Stahlmatrizen, damit das Material verschiedenen Beanspruchungszuständen standhalten kann. Kohlefaser ist aber ebenfalls sehr fest und vor allem leichter als Stahl, sodass Eigenlasten der Gebäude aus diesem Material reduziert werden können. Daneben versucht man sich auch auf anderen Gebieten der Baustoffwissenschaften, allerdings sind neue Stoffe am Anfang sehr teuer, daher kommen sie oft erst Jahrzehnte nach ihrer Entwicklung auch wirklich zum Einsatz. Wenn man Baumaterialien benötigt, kann man entweder im Baumarkt nach entsprechenden Angeboten schauen oder man sucht bei einem speziellen Baustoffhändler, den es meistens in größeren Gewerbegebieten zu finden gibt. Alternativ kann man auch im Internet recherchieren, wenn man Baumaterialien in größeren Mengen beziehen möchte.
13.07.2011