Immer eine Idee besser

Die Rhetorik-Rede - sich gut und verständlich verkaufen

Jeder kennt sie, ob aus der Schulzeit, dem Arbeitsleben, dem privaten Umfeld vor der gesamten Familie oder dem Alltag beim Handeln auf dem Flohmarkt. Die Rhetorik-Rede ist überall vertreten, wo Kommunikation auftritt.

Bei jeglicher Kommunikation versucht eine Seite der Gesprächspartner, die andere von der eigenen Meinung zu überzeugen. Sei es nun im Einzelgespräch oder in Gruppendiskussionen, in der verbalen Auseinandersetzung mit dem Lebensgefährten darüber, wer den Abwasch als Nächstes zu tätigen hat, oder einfach nur im Urlaub beim Verhandeln über den Preis eines Souvenirartikels mit Straßenhändlern. Die Rhetorik-Rede begleitet den Menschen überall dorthin, wo die Sprache Platz und Gebrauch findet.

Eine gute Rhetorik-Rede kann den Gesprächspartner dermaßen überzeugen, dass man jede Kommunikation schon nach gut fünf Minuten auf die eigene Seite lenken kann. Mit anderen Worten findet beim Überzeugen des Gegenübers eine manipulative Gesprächsführung statt. Diese Gesprächsführung kann bis zur Perfektion erlernt werden. Die Ursprünge hierbei liegen in drei wesentlichen Punkten: Der Mimik, der Gestik und der Artikulation mit Betonung von Schlüsselwörtern. So demonstriert z. B. eine Haltung mit verschränkten Armen oder Händen in den Taschen Langeweile und Desinteresse am Gespräch. Besser ist es hierbei, sich offen zu präsentieren, das Gegenüber beim Sprechen anzusehen und bei entscheidenden Sätzen die Arme und Hände zu Hilfe zu nehmen. Das Ganze sollte allerdings nicht in wildem Gestikulieren enden.

Wichtige Inhalte können geschickt über Umformulierungen wiederholt angebracht werden. Auch das Zeigen von eigenen Schwächen kann gekonnt integriert werden, sodass der Gesprächspartner sich mit in die Diskussion einbringen kann. Eigene Schwächen in Form von Unwissenheit über das Diskussionsthema in das Gespräch einzubauen, macht sympathischer und lässt den Gesprächsführer nicht wie ein Ideal dastehen, an das kein Herankommen möglich ist. Reden, die nicht auf einer spontanen Entwicklung aufgebaut sind, also einige Tage oder Wochen im Vorfeld angekündigt wurden, können gut geübt werden. Regelmäßige Übung und Wiederholung der eigenen Ansprache festigt das Wissen und fördert den fließenden Sprachgebrauch. Die Folge ist ein sichereres Auftreten vor dem Publikum.

Wem der Gebrauch der Sprache nicht liegt, kann das rhetorische Sprechen auch in Kursangeboten trainieren.

18.06.2010