Es ist immer im Einsatz – chirurgisches Nahtmaterial
Im Grunde genommen hat jeder schon davon gehört; chirurgisches Nahtmaterial gehört schließlich zu den grundlegendsten Dingen in der Medizin. Doch kaum einer weiß wirklich darüber Bescheid.
Ohne chirurgisches Nahtmaterial würden etliche Wunden wohl kaum derart problemlos verheilen, wie es mit diesen Hilfsmitteln der Fall ist.Dabei hat sich das Material, welches zum Nähen verwendet wird, natürlich über die Jahrhunderte hinweg verändert. In der Frühzeit vernähte man Wunden mit denselben Materialien, mit denen man damals Kleidung geflickt hat. Hier kamen unter anderem Haare ebenso zum Einsatz wie Tiersehnen. Oder aber Fasern, welche man aus einem Tierdarm gedreht hat. Selbst Pflanzenfasern verwendete man häufig. Derartige Dinge sind in den Praxen und Kliniken heutzutage natürlich nicht mehr denkbar.
Zum einen aus hygienischen Gründen und zum anderen, weil es mittlerweile deutlich bessere Fäden auf dem Markt gibt, mit denen sich die unterschiedlichsten Wunden versorgen lassen. Allerdings ist Faden nicht gleich Faden. Man unterscheidet zwischen monofilen Fäden, welche durch ein Schmelzverfahren entstehen, und polyfilen Fäden, die aus mehreren einzelnen Fäden bestehen, die wiederum miteinander verdreht (geflochten) sind. Des Weiteren gibt es auch pseudofile Fäden. Diese sind entweder geflochten oder aber gezwirnt und mit einem speziellen Überzug versehen. Der Arzt entscheidet dann, welches Nahtmaterial im jeweiligen Fall am besten geeignet ist. Dabei ist auch die Fadenstärke zu berücksichtigen. Darüber hinaus gibt es noch weitere Materialien und Ausführungen, die beim Nähen im chirurgischen Bereich ihren Einsatz finden. Dazu zählen etwa resorbierbare und nicht resorbierbare Fäden, atraumatisches Nahtmaterial und vieles mehr. Das chirurgische Nähen gilt immer noch als grundlegend sowie unverzichtbar. Diese chirurgische bzw. operative Technik sorgt dafür, dass die betreffende Wunde schnell und in der Regel ohne Komplikationen verheilt. Durch das Nähen lässt sich erreichen, dass zusammengehörende Schichten der Wunde dann ohne Spannung wieder aneinander liegen. Dabei gibt es eine Reihe unterschiedlicher Nahttechniken. Demnach ist chirurgisches Nahtmaterial auch heute noch unverzichtbar.
14.05.2010