Immer eine Idee besser

Gebrauchte US-Fahrzeuge: trendy, aber etwas teurer

Dank Hollywood kennt man auch auf dieser Seite des Atlantiks manch ein amerikanisches Automodell. Wer die geräumigen Autos nicht nur bestaunen, sondern auch fahren will, muss bereit sein, etwas mehr zu bezahlen.

Autos, die man zwar in Filmen sieht, aber kaum je auf der Straße zu Gesicht bekommt, haben eine besondere Ausstrahlung. Jeder kennt sie, aber sie sind nicht alltäglich. Statt mit Arbeitsweg und Einkaufstouren bringt man sie mit Stars, Abenteuer und Exotik in Verbindung. Das stimmt sowohl für europäische Supersportwagen, wie auch für amerikanische Alltagsautos. So wird für einen amerikanischen Gebrauchtwagen oftmals mehr verlangt, als durch den Gebrauchswert gerechtfertigt wäre. Auch kommen auf den Besitzer höhere Benzinkosten zu, denn Autos aus Übersee verbrauchen allgemein etwas mehr.

Doch dafür kann man sich damit brüsten, ein wahrhaft individuelles Fahrzeug zu besitzen. Ein in die Jahre gekommener Mittelklasse-Wagen aus den Vereinigten Staaten mag dort kaum noch etwas wert sein – doch hier findet sich manch eine Liebhaberin, die sich das Auto aus dem Lieblingsfilm in die heimische Garage holen will.

Dass gebrauchte US-Fahrzeuge beliebt sind, haben auch manche Autovermieter schon entdeckt. So gibt es hierzulande Vermietungen, die klassische US-Autos im Angebot haben. Diese werden meist für besondere Gelegenheiten oder Filmaufnahmen gemietet. In den USA selbst hat sich eine Vermietung mit einem noch originelleren Konzept der Gebrauchtwagen angenommen: Die Firma, dessen Name auf deutsch „miete ein Wrack“ bedeutet, überlässt ihren Kunden gegen ein verhältnismäßig geringes Entgelt – bisweilen sichtlich mitgenommene – Gebrauchtfahrzeuge. Denn ein Auto ist mehr als nur ein technisches Gerät: Es muss die Emotionen des Fahrers ansprechen, um sich gegen die Konkurrenz durchsetzen zu können.

17.08.2010